Der Begriff taucht in jedem Briefing für Online-Shops auf: der Packshot. Aber was genau ist ein Packshot, wie unterscheidet er sich vom normalen Produktfoto – und was darf er kosten? Dieser Ratgeber beantwortet alle Fragen, damit Sie beim nächsten Foto-Auftrag genau wissen, was Sie bestellen.
💡 Das Wichtigste in Kürze
- • Ein Packshot ist eine sachliche, freigestellte Produktaufnahme – meist auf reinweißem Hintergrund
- • Er ist das Pflicht-Hauptbild für Amazon, eBay, Zalando, Otto und die meisten Online-Shops
- • Professionelle Packshots kosten bei spezialisierten Services ab 6,50 € pro Bild, im klassischen Studio 20–80 €
- • Geliefert wird idealerweise als JPG (weißer Hintergrund) und PNG (transparent)
Stand: Juli 2026 – zuletzt aktualisiert am 5. Juli 2026
1Packshot: Definition und Herkunft
Ein Packshot (auch „Pack Shot" oder „Packungsaufnahme") ist die neutrale, klar ausgeleuchtete Aufnahme eines Produkts oder seiner Verpackung – ohne Dekoration, ohne Model, ohne ablenkenden Hintergrund. Der Begriff stammt aus der klassischen Werbung: Am Ende eines TV-Spots wurde die Produktverpackung („pack") formatfüllend gezeigt.
Im E-Commerce hat sich die Bedeutung erweitert: Heute meint Packshot fast immer den Freisteller auf weißem Hintergrund – das Standard-Hauptbild in Online-Shops, auf Marktplätzen und in Katalogen.
2Packshot vs. Produktfoto: der Unterschied
Jeder Packshot ist ein Produktfoto – aber nicht jedes Produktfoto ist ein Packshot. Die Produktfotografie kennt mehrere Bildtypen mit unterschiedlichen Aufgaben:
| Bildtyp | Zweck | Typischer Preis |
|---|---|---|
| Packshot / Freisteller | Hauptbild für Shop & Marktplatz, sachliche Produktdarstellung | 6,50 – 80 € |
| Detailaufnahme | Material, Verarbeitung, Besonderheiten zeigen | 6,50 – 50 € |
| Lifestyle-Aufnahme | Produkt in Anwendung, Emotion & Markenwelt | 50 – 500 € |
| Model-/Tragefoto | Passform und Wirkung bei Mode zeigen | 15 – 200 € |
Für den Verkaufsstart brauchen Sie zuerst Packshots: Sie sind auf allen Plattformen Pflicht und liefern das beste Verhältnis aus Kosten und Conversion-Wirkung. Lifestyle- und Modelaufnahmen sind die Kür für spätere Optimierung.
3Anforderungen: So sieht ein guter Packshot aus
Die Marktplätze haben die Standards de facto festgelegt. Ein professioneller Packshot erfüllt:
- ✓ Reinweißer Hintergrund (RGB 255,255,255) – von Amazon automatisch geprüft
- ✓ Hohe Auflösung: mindestens 1600×1600 px, besser 2000+ px für die Zoom-Funktion
- ✓ Produkt füllt 85 % des Bildrahmens (Amazon-Vorgabe für Hauptbilder)
- ✓ Neutrale, gleichmäßige Ausleuchtung ohne harte Schatten und Farbstiche
- ✓ Keine Logos, Wasserzeichen oder Texte im Bild
- ✓ Konsistenz über das Sortiment: gleiche Perspektive, gleicher Abstand, gleiches Licht
⚠️ Häufigster Fehler
Uneinheitliche Packshots: Jedes Produkt anders ausgeleuchtet, mal näher, mal weiter weg fotografiert. Das wirkt unprofessionell und kostet nachweislich Conversion. Lassen Sie das gesamte Sortiment im selben Setup fotografieren.
4Was kostet ein Packshot?
Die Preisspanne im deutschen Markt ist groß und hängt vor allem vom Anbietertyp ab:
- • Spezialisierte Packshot-Services (wie picbasic): 6,50 – 20 € pro Bild, Festpreis
- • Freelance-Fotografen: 30 – 100 € pro Bild oder Stundensätze von 80 – 150 €
- • Klassische Fotostudios: 20 – 80 € pro Packshot, oft mit Mindestauftragswert
Der große Preisunterschied entsteht durch den Workflow: Spezialisierte Studios fotografieren in standardisierten Sets mit festen Abläufen – ohne individuelle Kalkulation, Beratungstermine und Anfahrt. Eine ausführliche Analyse finden Sie in unserem Ratgeber Produktfotografie Preise 2026.
Bei picbasic funktioniert es so: Sie bestellen online zum Festpreis, senden Ihre Produkte per Post ein und erhalten die fertigen Packshots als JPG und PNG in 2048×2048 px – inklusive Rückversand. Alle Details auf unserer Packshot-Seite.
5Häufige Fragen zu Packshots
Brauche ich für jeden Marktplatz eigene Packshots?▼
Nein. Ein sauberer Packshot auf reinweißem Hintergrund in 2000+ px erfüllt die Anforderungen aller großen Plattformen gleichzeitig – Amazon, eBay, Zalando, Otto und den eigenen Shop.
JPG oder PNG – welches Format für Packshots?▼
Beides: JPG mit weißem Hintergrund für Marktplatz-Uploads und Shopsysteme, PNG mit Transparenz für Banner, Kataloge und Design-Anwendungen. Bei picbasic erhalten Sie automatisch beide Formate.
Kann ich Packshots selbst mit dem Smartphone machen?▼
Für Kleinanzeigen ja, für professionelle Listings selten. Reinweißer Hintergrund, gleichmäßiges Licht und Konsistenz über viele Artikel erfordern Studio-Equipment und Erfahrung. Unser Vergleich DIY vs. Profi rechnet die tatsächlichen Kosten durch.
Sind KI-generierte Packshots erlaubt?▼
Amazon verbietet KI-generierte Hauptbilder, die das Produkt verfälschen – es drohen Listing-Sperrungen. Echte Studioaufnahmen sind hier die sichere Wahl, zumal die Preisersparnis von KI-Tools gering ist.
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